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Über uns

Seit über 60 Jahren sind wir Ihr Ansprechpartner in den Bereichen Rollladen, Jalousien, Sonnenschutz, Tore und Antriebe in Offenbach, Bad Homburg sowie rund um Frankfurt. Wir sind immer für unsere Kunden da und sorgen uns als Meisterbetrieb mit eigenen Monteuren gerne und stets kompetent um alle Belange rund Ihre Fenster, Türen und Toröffnungen. So erhalten Sie bei uns ein echtes Rundum-Sorglos-Paket: von der Ansicht der Produkte über die Bestellung bis hin zur Anlieferung und Montage!

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Hier ein kleiner Einblick in unsere Unternehmensgeschichte

Zu unserem 50-jährigen Bestehen im Jahr 1995 schrieb von Rudi Rack einen wirklich lesenswerten Artikel über die abwechslungsreiche Geschichte der Rolladen Nett GmbH. Inzwischen schreiten wir mit großen Schritten auf unseren 75. Geburtstag zu.

1945 aus der Not geboren – heute ein führender Fachbetrieb

Eine schöne Tradition, den jährlichen Betriebsausflug, nimmt die Firma Rolladen Nett GmbH an diesem Wochenende zum Anlass, ihren 50. Firmengeburtstag zu feiern. Zum Jubiläum wurde der Teilnehmerkreis des Betriebsausfluges erweitert, um denen zu danken, die dazu beigetragen haben, dass Rolladen Nett 50 Jahre lang bestehen konnte. „Ich möchte nicht verschweigen, dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, dieses Jubiläum einfach zu übergehen. Diese Versuchung war groß, denn es hätte ja nicht jeder gemerkt. Es wäre aber nicht im Sinne unseres Firmengründers Walter Nett gewesen“, berichtet Dr. Klaus Heß. „Ich habe einen Auftrag auszuführen, den er mir noch zu seinen Lebzeiten erteilt hat.“ Dr. Heß´ Dank gilt zuerst den Kunden: „Denn was wären wir ohne sie – sie sind unsere wichtigsten Mitarbeiter.“

Diesen Kunden ist Firmengründer Walter Nett am 5. November 1945 entgegengegangen, als er sein Unternehmen eröffnete. Er war damals 38 Jahre alt, Deutschland lag in Trümmern, in einer Zeit der Hoffnungslosigkeit, es gab keine Perspektiven. Die Deutschen hungerten drei Jahre lang bis zur Währungsreform 1948. In dieser schwierigen Zeit setzte sich Walter Nett auf ein Fahrrad und fing an, Rollläden zu reparieren. Er sah offenbar den Schlüssel zum Überleben in der Ausübung dieses Handwerks und er legte damit den Grundstein für sein Unternehmen. Rollladen Nett wurde aus der Not geboren. Nach der Währungsreform 1948 kamen die Aufbaujahre, aus der Bizone war die Trizone geworden, das Wirtschaftswunder begann. Die heutige Vielfalt der Betriebe in diesem Handwerk kam erst mit den Jahren hinzu. Das Rollladen – und Jalousienbauer-Handwerk war zwar schon seit 1936 Lehrberuf, in den Aufbaujahren nach 1948 gab es aber noch keine berufsständische Organisation, wie man sie heute kennt. Erst 1961 erfolgte der Zusammenschluss auf Bundesebene zu dem heutigen Bundesverband Rollladen- und Sonnenschutz.

In den Aufbaujahren wurde aus Reparaturen der Rollladen-Neubau. Die Jalousie kam hinzu, später auch die Markise. Mit den Jahren entstand ein Fachbetrieb des Rollladen- und Jalousienbauer-Handwerks, der allseits Anerkennung fand. „Herr Nett hat mir später einmal erzählt, dass er diese und die zweite Rezession Anfang der achtziger Jahre in seinem Betrieb gar nicht so sehr gespürt hat. Der Grund hierfür lag darin, dass er sich immer auf das Handwerk beschränkt hat. Er hatte der Versuchung, selbst Rollläden, Jalousien, Markisen oder Fenster zu produzieren und in Maschinen und Produktionsanlagen zu investieren, immer widerstanden. So konnte er stets flexibel auf veränderte Kundenwünsche eingehen. Er musste nicht in mageren Zeiten in erster Linie darauf achten, fixe Kosten zu decken. Das Bewusstsein, Handwerker zu sein und der Stolz auf die handwerkliche Tradition stand bei Walter Nett immer ganz im Vordergrund“, erinnert sich Geschäftsführer Dr. Heß. Mancher, der die Firma Nett heute in den Geschäftsräumen besucht und nach einem kleinen Ersatzteil für einen 20 oder 30 Jahre alten Rollladen, einer Jalousie oder einer Markise fragt, wird sich im Stillen darüber gewundert haben, dass man sich für ihn viel Zeit nimmt, auch wenn man in dieser Zeit einen Großauftrag abwickeln könnte. Für Dr. Heß und seine Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit: „In diesem Bemühen um unsere Kunden ist das Jahr 1945 noch heute lebendig. Wir werden alles daran setzen, dass dieser Dienst am Kunden auch in Zukunft erhalten bleibt.“

Als es 1945 begann, gab es im Wesentlichen nur den Holzrollladen. Die Holzlamellen wurden von örtlichen Schreinereibetrieben gehobelt und gefräst. Als Verbindungsgleiter dienten Gurte, Stahlplättchen oder Stahlketten – man kann diese Stahlplättchen, die inzwischen ganz aus der Mode gekommen sind, noch heute für Reparaturzwecke bei Rolladen Nett kaufen. Der zusammengebaute Rollladen – man nennt ihn den Rollladenpanzer- wurde mit einem Pinsel mit Leinöl imprägniert. Die Herstellung eines solchen Holzrollladens war eine sehr mühevolle und zeitaufwendige Sache. Einige Beschläge, zum Beispiel die sogenannten Mauerkästen, wurden in den Wintermonaten selbst hergestellt, weil dann der Arbeitsanfall geringer war. Es war eine ganz andere, für heutige Fachleute bereits fremde Arbeitswelt. Aber der Holzrollladen ist noch heute lebendig. Er ist  nach wie vor ein qualitativ hochwertiges Bauteil, das in den letzten Jahren mit der Ökowelle eine Renaissance erlebt hat. Die Romantik der früheren Arbeitswelt ist aber verschwunden. Er wird normalerweise nicht mehr von den Handwerksbetrieben hergestellt, sondern von hierauf spezialisierten Industriebetrieben fertiggestellt.

Anfang der 50er Jahre wurde in Italien der Kunststoffrollladen erfunden und in den Folgejahren auch nach Deutschland exportiert. Für den Rollladenbauer war dieser Kunststoffrollladen eine technische Revolution. Zuerst war er dem Holzrollladen nachempfunden, die einzelnen Lamellen mussten genauso wie der Holzrollladen mit Kettengliedern aus Stahl miteinander verbunden werden. Die Imprägnierung konnte aber bei diesen ersten Kunststoffrollläden ganz entfallen, was eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeutete. Auch das spätere Anstreichen, also die Pflege und Wartung der Rollläden, fiel weg. Erst einige Zeit später kam man dann auf die Idee, den Kunststoffrollladen so auszuformen, dass er Haken und Schlitze hatte. Auf diese Weise konnte man die einzelnen Lamellen durch einfaches Schieben miteinander verbinden. Damit hatte der Kunststoffrollladen eine Form gefunden mit der er seit der zweiten Hälfte der 50er Jahre die Bauwelt erobern konnte. Seither bietet sich ein ganz anderes Bild, nachdem auch der Aluminiumrollladen deutlich an Boden gewinnen konnte. Die Lamellen des Aluminiumrollladens lassen sich auch durch einfaches Einschieben miteinander verbinden. Der Aluminiumrollladen hat aber eine größere Stabilität. Vor allem aber kann er mit größeren Wandstärken auch für Zwecke eingesetzt werden, bei denen es um Sicherheit und Einbruchschutz geht.

Es geht heute nicht einfach mehr um einen aufrollbaren Abschluss vor einem Fenster oder einer Tür, sondern zusätzlich um die Erreichung eines ganz bestimmten Zwecks. Dieser Zweck kann Wärmeschutz sein, und das getrennt nach Sommer oder Winter zur Kühlung oder zur Energieeinsparung, er kann ferner für Schallschutz, Einbruchschutz, Wetterschutz, Sichtschutz oder Abdunkelung, zum Beispiel in Schlafräumen, dienen. Abhängig von dem zu erreichenden Zweck, kann der Fachmann heute seinem Kunden das geeignete Material und die geeignete Konstruktion anbieten. Er muss deshalb über ein Fachwissen verfügen, das in den letzten 50 Jahren enorm gewachsen ist. Hinzu kommt, dass ein Fachbetrieb von heute auch die gesamte Produktpalette anbieten muss, die auch die von Dr. Heß genannten Zwecke erfüllen und mit dem Rollladen verwandt sind. Dazu gehört die Jalousie, diese als Außenjalousie oder als Innenjalousie, die Markise, das Rolltor, das Rollgitter, das Scherengitter und schließlich auch das Fenster. Und diese Aufzählung ist nicht vollständig. Immer hat es aber etwas mit den Öffnungen eines Bauwerks zu tun und damit, wie man das Innen vor dem Außen trennen und gleichzeitig beide miteinander verbinden kann.

In den letzten Jahren hat die elektrische Antriebstechnik und der Einsatz elektronischer Steuerungen eine große Bedeutung erlangt. Die Handbedienung des Rollladens mit einem Gurt und der Jalousie mit einer Schnur ist heute nicht mehr selbstverständlich. Es setzt sind immer mehr durch, den Rollladen und die Jalousie mit einem  Elektromotor auszurüsten. Wenn man das tut, eröffnet sich auch die Möglichkeit, mit Hilfe einer elektronischen Steuerung das Öffnen und Schließen vollständig zu automatisieren. Damit wird der Rollladen zu einem Hightech-Produkt dessen weitere Entwicklung noch keineswegs zu Ende ist.

Wenn Dr. Klaus Heß von der Zukunft spricht, dann denkt er daran, dass er 65 Jahre alt geworden ist. Er habe deshalb auch für einen nahtlosen Übergang der Geschäftsführung an die nächste Generation zu sorgen, meint Heß. Die Gesellschafterversammlung habe beschlossen, ab 1. Januar 1996 den Meistern Markus Lensdorf und Hubert Richardt die volle Verantwortung für den operativen Bereich von Rolladen Nett zu übertragen. Dr. Klaus Heß wird dem Unternehmen als Gesellschafter erhalten bleiben und sich künftig nur noch den strategischen Aufgaben widmen.

Rolladen Nett hat sich in den vergangen 50 Jahren aus kleinsten Anfängen heraus zu einem modernen Betrieb des Rollladen- und Jalousienbauer-Handwerks entwickelt. Der Charakter dieses Betriebes soll aufrecht erhalten bleiben. „Er soll ein Handwerkbetrieb bleiben“, unterstreicht Dr. Klaus Heß.  „Wir wollen schließlich, dass die in 50 Jahren gesammelten Erfahrungen nicht verloren gehen. Diese Erfahrungen müssen uns als Basis für ein optimistisches Denken und Handeln erhalten bleiben.“ „Denen, die mit ihm auf der Kommandobrücke dieses Unternehmens stehen“, gibt Dr. Heß deshalb den Rat: „Denken sie in Zeiten der Not daran, dass Rolladen Nett aus der Not geboren wurde – denken Sie in Zeiten der Ratlosigkeit an den Mann, der 1945 sein Schicksal selbst in die Hand nahm, sich auf sein Fahrrad setzte und mit Rollladenreparaturen begann – denken Sie an unseren Firmengründer Walter Nett – er wird Ihnen die richtigen Antworten auf Ihre Fragen geben.“

Geschäftsführer Markus Lensdorf

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